Sarah Meyer ist Geprüfte Rechtskandidatin im Bundespräsidialamt und Redaktionsmitglied der Experteninitiative Religionspolitik.
Sarah Meyer
studierte Rechtswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und schloss ihr Studium 2023 mit dem Ersten Staatsexamen ab. Seit Oktober 2021 betreut sie den Blog der Experteninitiative Religionspolitik und war zudem von November 2024 bis Februar 2025 bei den Wissenschaftlichen Diensten des Deutschen Bundestages im Fachbereich 4 (Haushalt und Finanzen) tätig. Seit März 2025 arbeitet sie im Referat Z 1 (Haushalt, Personal, Organisation) des Bundespräsidialamts.
Verschleierung im Recht: Niqab am SteuerDie verschiedenen Arten der Verschleierung von – zumeist muslimischen – Frauen geben der Rechtsprechung regelmäßig Anlass, sich mit dem Spannungsverhältnis von Religionsfreiheit und den weiteren Grundrechten auseinanderzusetzen. In jüngerer Vergangenheit betraf dies besonders häufig das sog. Verhüllungsverbot im Straßenverkehr. Bislang lässt sich eine eindeutige Rechtsprechungslinie beobachten.19. 03. 2026Sarah Meyer
Politik mit einem Hauch von Glauben. Religionspolitik in der 21. LegislaturperiodeKnapp zwei Wochen nach der Wahl wurde das Sondierungspapier von Union und SPD, der mutmaßlichen Koalition in dieser Legislaturperiode, veröffentlicht. Aussagen zu religionspolitischen Themen enthielt es keine. Dennoch lassen die Wahlprogramme der mutmaßlichen Koalitionspartner erahnen, welche religionspolitische Ausrichtung nach erfolgreichem Abschluss der Koalitionsverhandlungen zu erwarten ist. Eigene Akzente in der Religionspolitik des Bundes durch die weiteren demokratischen Parteien sind jedoch ebenso denkbar.25. 03. 2025Sarah Meyer
Kirchliches Arbeitsrecht, Kopftuch & Co.: Aktuelle Entwicklungen in der RechtsprechungMit Blick auf die derzeit anhängigen Gerichtsverfahren wird deutlich, dass die Gerichte auch dieses Jahr wieder mit einer Vielzahl von Rechtsstreitigkeiten, die in ihrem Kern religionsrechtliche Themen betreffen, konfrontiert sein werden. In einigen Fällen ist dabei sogar mit einer Grundsatzentscheidung zu rechnen. Aber auch die bereits in der ersten Jahreshälfte beendeten Verfahren lassen eine weitere Ausdifferenzierung des Verhältnisses von Staat und Religion erkennen. Ein Überblick über die aktuellen Entwicklungen.25. 06. 2024Sarah Meyer
Kirchenasyl – Flüchtlingsschutz zwischen Glaube und RechtSeit über 40 Jahren stellt Kirchenasyl ein bedeutendes Schutzinstrument für geflüchtete Menschen in Deutschland dar. Eine gesetzliche Grundlage existiert dafür bislang jedoch nicht. Stattdessen beruht dieser Schutz vor Abschiebung oder Rücküberstellung auf der Einhaltung einer politischen Vereinbarung.
Die geplante Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems dürfte die Diskussion über die Notwendigkeit dieser humanitären Praxis sowie ihre rechtliche und tatsächliche Ausgestaltung künftig wieder intensivieren.19. 01. 2024Sarah Meyer
Das Kreuz in Bayern ist unantastbar – oder doch nicht?Das Kreuz gilt in Bayern als Symbol der engen Verwurzelung des Freistaats mit der christlich-abendländischen Tradition. Anlass für eine Diskussion über dessen rechtliche Bedeutung gab es seit dem 1995 entschiedenen Kruzifix-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts allerdings bis vor einigen Jahren nur selten. Anfang Juni gab der Bayerische Verwaltungsgerichtshof nun den Tenor seines Urteils über eine – erfolglose – Klage gegen den sog. Kreuzerlass bekannt. Knapp drei Monate später liegen auch die Entscheidungsgründe vor. Nach Ansicht des Gerichts verletzt das Anbringen von Kreuzen in bayerischen Behördengebäuden das staatliche Neutralitätsgebot. Ein einklagbares Recht auf Abhängen der Kreuze bzw. auf die Aufhebung der entsprechenden Rechtsgrundlage ergebe sich daraus jedoch nicht. Die Diskussion um das Kreuz nimmt erneut Fahrt auf.13. 10. 2022Sarah Meyer
Schwarz-Grüne Religionspolitik für Schleswig-Holstein und Nordrhein-WestfalenEinige Wochen nach den Landtagswahlen gaben CDU und GRÜNE den Abschluss ihrer Koalitionsverhandlungen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen bekannt. Die neuen Koalitionsverträge haben es in sich – auch in religionspolitischer Hinsicht. 04. 07. 2022Sarah Meyer
Kirchenaustritt – Jetzt auch online?Mit den aktuell hohen Kirchenaustrittszahlen stoßen Behörden vielerorts an ihre Kapazitätsgrenzen. Abhilfe möchten nun Berlin und Hamburg schaffen: Hier soll ein Kirchenaustritt künftig auch online ermöglicht werden. Auch auf Bundesebene gibt es bereits erste Modernisierungsbestrebungen. Durch die Erfüllung der 2017 durch das Onlinezugangsgesetz (OZG) auferlegten Verpflichtungen soll Bürgerinnen und Bürgern ein flächendeckender Onlinezugang zu bestimmten Verwaltungsleistungen mittels elektronischer Verwaltungsportale gewährt werden. Ein digitaler Kirchenauftritt hätte jedoch weitreichende Konsequenzen.31. 03. 2022Sarah Meyer