Zwischen Hammer und Amboss. Russischsprachige Jüdinnen und Juden in Deutschland zwischen Migration, Flucht und Antisemitismus

Seit Ende Juli 2023 haben Prof. Dr. Julia Bernstein und ihr Team eine qualitative Interviewstudie mit russischsprachigen Jüdinnen und Juden in Deutschland im Rahmen eines Projektes des Tikvah Instituts durchgeführt. Auf dieser Veranstaltung sollen die ersten Ergebnisse dieser qualitativen Studie unter Berücksichtigung der antisemitischen Gewalt nach dem 7. Oktober präsentiert werden.


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Ziel der Studie Zwischen Hammer und Amboss. „Zuhause“ als Alltagskategorie russischsprachiger Jüdinnen und Juden in Deutschland im Zusammenhang mit Kriegsverhältnissen, Flucht- und Migrationserfahrungen sowie Antisemitismuserfahrungen war es ursprünglich, die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine auf die russischsprachigen Jüdinnen und Juden in Deutschland zu erforschen. Im Fokus der Untersuchung stand die einzelbiographisch fassbare jüdische Selbstidentifikation, deren wichtiges Element das Verständnis des individuellen „Zuhause“-Konzeptes bildete.

Während des Studienverlaufs wurden am 7. Oktober zahlreiche Terrorakte an der israelischen Zivilbevölkerung verübt. Die Auswirkungen betrafen die jüdischen Gemeinden weltweit. Das Massaker an über 1.400 Jüdinnen und Juden jeden Alters, das die palästinensischen Hamas-Terroristen in Israel ausübten, versetzte die Jüdinnen und Juden weltweit in eine Schockstarre. Die anschließenden antisemitischen Aufmärsche und antisemitische Gewalt auch auf deutschen Straßen und Plätzen sowie antisemitische Anfeindungen in den Bildungseinrichtungen, am Arbeitsplatz sowie im privaten Umfeld haben ganz konkrete Auswirkungen auf die jüdische Gemeinschaft in Deutschland.

Somit war der 7. Oktober auch für die vorliegende Studie ein einschneidenes Ereignis: Er definierte die Schwerpunkte während des Forschungsprozesses neu. Die vorliegende Interviewstudie wurde erweitert, damit die Einstellungen und Gefühle der Menschen, deren Stimmen darin repräsentiert und wissenschaftlich ausgewertet werden, vollumfänglich zur Geltung kommen. Die Studie gilt als einer der ersten wissenschaftlich abgesicherten Untersuchungen in diesem Feld.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Experteninitiative Religionspolitik und der Konrad-Adenauer-Stiftung statt.

Um Anmeldung wird gebeten.

Weitere Informationen zum Programm und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

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