Beim diesjährigen 103. Deutschen Katholikentag in Erfurt finden wieder mehrere hundert Veranstaltungen statt, die sowohl zahlreich als auch vielfältig sind. Sie umfassen diskursive und partizipative Formate, behandeln aktuelle Fragen und bieten Raum für Begegnungen.
Wie können Landesgesetze der jüdischen Feiertagsruhe besser Rechnung tragen? Was gilt es für Gesetzgeber bei der Respektierung der Religionsfreiheit für die Arbeitsruhegebote an Schabbat und anderen jüdische Feiertagen zu beachten? Welche Spielräume haben hierbei öffentliche Institutionen wie Hochschulen? Diese und weitere Fragen werden auf dieser öffentlichen Fachveranstaltung mit Gästen aus Rechtswissenschaft und Politik diskutiert.
Deutschland ist ein religiös plurales Land, in dem Communities und Gruppen unterschiedlicher Konfessionen eine Heimat gefunden haben und zum gesellschaftlichen Leben beitragen. In der politischen Bildung spielt Religion jedoch bis jetzt nur eine untergeordnete Rolle. Der Fachtag umreißt einen reflexiven Umgang mit Religion als mehrdimensionalem Phänomen und beschäftigt sich mit dem Potential von Religion als gesellschaftlicher und individueller Ressource, die sowohl inhaltlich als auch strukturell zu gesellschaftlichem Zusammenhalt beitragen kann.
„Wie hältst du es mit der Religion?“ Die Gretchenfrage aus Goethes Faust will die CDU/CSU-Bundestagsfraktion bei einem Kongress diskutieren. Religion ist zwar eine persönliche Angelegenheit, aber keine Privatsache.